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Schweiz - Nördliches Tessin
Nördliches Tessin
Im Norden des Tessins liegen drei grosse Bezirke und ihre gleichnamigen Täler. Nordwestlich liegt das Leventinatal im Bezirk Leventina mit dem Südportal des Gotthardtunnels bei Airolo und Orten wie Bedretto, Faido und Quinto. Im Nordosten liegt das Bleniotal im Bezirk Blenio und südlich davon das Rivieratal im Bezirk Riviera bei Biasca.

Karten-Daten - Quelle: Bundesamt für Landestopografie - Nutzungsbedingungen


Gemeinden - Nördliches Tessin

Gemeinde Acquarossa, Kanton Tessin

Acquarossa ist eine Gemeinde im Bezirk Blenio. Sie ist 2004 aus dem Zusammenschluss der Gemeinden Castro, Corzoneso, Dongio, Largario, Leontica, Lottigna, Marolta, Ponto Valentino und Prugiasco entstanden. Die Gemeinde liegt im mittleren, stark bewaldeten, vom Brenno durchflossen Bleniotal. Die Gemeinde war im 19. bis Mitte des 20. Jahrhunderts von starken Abwanderungen betroffen. Seit den 1970er Jahren verzeichnete die lokale Wirtschaft und der Pendleranteil einen stetigen Zuwachs. Die touristische Bedeutung des Tals nahm zu, verbunden mit dem Bau von zahlreichen Zweit- und Ferienwohnungen.
Gemeinde Airolo, Kanton Tessin

Am Fuss des Gotthardpasses im oberen Teil des Valle Leventina liegt die Gemeinde Airolo, die flächenmässig grösste Gemeinde des Kantons Tessin. Zu ihr gehört die Ortschaft Airolo, die vom Ticino durchflossen wird, sowie die Weiler Valle, Madrano, Brugnasco, Nante und Fontana. Westlich liegt das Bedrettotal. Bedeutung erlangte Airolo mit der Eröffnung des Gotthard Eisenbahn- und Strassentunnels in den Jahren 1882 und 1980. Die Gemeinde ist touristisch seit Beginn des 20. Jahrhunderts von Bedeutung und gilt trotz stetig abnehmender Bevölkerungszahlen heute als ein regionales Wirtschaftszentrum.
Gemeinde Bedretto, Kanton Tessin

Die Gemeinde Bedretto umfasst den oberen Teil des Val Bedretto. Zur Gemeinde im Bezirk Leventina gehören die Ortschaften Ronco, Bedretto, Villa und Ossasco. Das Gemeindegebiet erstreckt sich vom Nufenenpass an der Grenze zum Wallis in West-Ost Richtung entlang des Ticino, der hier entspringt. Das Tal ist verkehrstechnisch ziemlich abgelegen. Die Gemeinde lebte früher hauptsächlich von der Landwirtschaft und der saisonalen Auswanderung. Mitte des 20. Jahrhunderts nahm die Bevölkerungszahl rasch ab. Erst dank des Tourismus konnte sich diese im 21. Jahrhundert wieder etwas erholen.
Gemeinde Biasca, Kanton Tessin

Biasca liegt am Zusammenfluss des Brenno mit dem Ticino, respektive am Ausgang des Bleniotals und des Leventinatals im Übergang zum Rivieratal, das sich von hier bis nach Bellinzona erstreckt. Die Gemeinde liegt im Bezirk Riviera. Die ausgedehnte Siedlungszone umfasst das historische Zentrum, sowie Wohn-, Gewerbe- und Industriegebiete. Im Norden liegt Loderio, das Naturschutzgebiet Leggiuna und die Aufschüttungszone der Gesteine aus dem Gotthard-Basistunnel Bau. Nach Osten verläuft die Gemeinde steil hoch bis zur Kette des Pizo Magn und Torent Alto mit dem Bergsee Lago della Froda dazwischen.
Gemeinde Blenio, Kanton Tessin

Blenio ist eine Gemeinde im Bezirk Blenio. Sie ist 2006 aus dem Zusammenschluss der früheren Gemeinden Aquila, Campo (Blenio), Ghirone, Olivone und Torre entstanden. Das Gemeindegebiet umfasst das gesamte obere Bleniotal, das vom Brenno durchflossen wird. Der Lukmanierpass verbindet die Gemeinde im Nordwesten mit dem Bündner Oberland. Im Norden liegt auf dem Piz Medel der höchste Punkt der Gemeinde. Im Nordosten liegt der Stausee Lago di Luzzone. Einer stetigen Bevölkerungsabnahme seit Mitte des 19. Jahrhunderts steht in den letzten Jahrzehnten ein touristischer Auschwung gegenüber.
Gemeinde Bodio, Kanton Tessin

Bodio liegt in der unteren Leventina im Tal des Ticino. Das Gemeindegebiet erstreckt sich vom Tal bis hoch zum Gebirgspass Bassa dei Cantói auf 1'935 m ü. M., dem Übergang zum Bleniatal. Mit dem Bau der Gotthardbahn in den 1880er Jahren und dem Beginn der Nutzung der Wasserkraft des Ticino wandelte sich die landwirtschaftlich geprägte Gemeinde zu einem wichtigen und modernen Industriezentrum. Bis auf eine Weinbaufläche, gibt es heute keine Landwirtschaft mehr auf dem Gemeindegebiet. Am Ostrand der Gemeinde liegt das Südportal des 2016 eröffneten Gotthard-Basistunnels.
Gemeinde Dalpe, Kanton Tessin

Die Gemeinde Dalpe liegt im Bezirk Leventina im Kanton Tessin. Das Dorf Dalpe mit dem Ortsteil Cornone liegt über dem Monte Piottino auf einer Terrasse. Der obere Gemeindeteil liegt im Val Piumogna mit dem Bergsee Lago di Morghirolo und dem Flüsschen Piumogna, das oberhalb des Dorfs Dalpe einen eindrücklichen Wasserfall bildet. Im 13. Jahrhundert verlief der Säumerweg vom Gotthardpass über Prato und Cornone nach Faido. Die Gemeinde liegt abseits der heutigen Gotthardachse. Die Gemeinde zählt rund 180 Einwohner und dank zahlreicher Ferienhäuser über die Sommermonate bis zu fünf Mal so viele.
Gemeinde Faido, Kanton Tessin

Die Gemeinde Faido liegt entlang des Ticino in der mittleren Leventina am Ausgang der Schlucht des Monte Piottino in Richtung Süden. Mit dem Bau der Gotthardstrasse ab den 1820er Jahren und der Gotthardbahn in den 1880er Jahren erlebte die Gemeinde einen wirtschaftlichen Aufschwung und deutliches Bevölkerungswachstum. Faido hat in mehreren Fusionen seit 2006 die Gemeinden Osco, Mairengo, Calpiogna, Campello, Rossura, Calonico, Chiggiogna, Anzonico, Cavagnago und Sobrio auf der linken und Chironico auf der rechten Talseite integriert. Faido ist heute ein wichtiges regionales Zentrum.
Gemeinde Giornico, Kanton Tessin

Giornico im Bezirk Leventina liegt am Fuss der Biaschina-Schlucht und im Tal des Ticino. Die Lage an der Gotthardroute hat für Giornico seit jeher eine Bedeutung und hat es zu einem wichtigen Zentrum der unteren Leventina gemacht. Heute sind in der Gemeinde zwei Drittel der Arbeitsplätze im Dienstleistungssektor zu finden. Zwei Drittel der Erwerbstätigen sind als Pendler ausserhalb der Gemeinde tätig. Das Dorf, das von Weinbergen und Kastanienwäldern umgeben ist, ist im Inventar der schützenswerten Ortsbilder der Schweiz gelistet. In Giornico befindet sich das Regionalmuseum der Leventina.
Gemeinde Personico, Kanton Tessin

Die Gemeinde Personico liegt im Bezirk Leventina im Kanton Tessin. Sie erstreckt sich entlang des Ticino auf der rechten Talseite in der unteren Leventina. Die Gemeinde lebte im 19. Jahrhundert von der Landwirtschaft und dem Abbau von Naturstein. Zum Gemeindegebiet gehören die drei Seitentäler Val d’Ambra, Val Marcri und Val Nèdro. 1962 wurde im unteren Val d'Ambra eine Staumauer und ein Wasserkraftwerk errichtet. Die einwohnermässig kleine Gemeinde Personico ist heute eine Wohngemeinde mit einem Pendleranteil von über drei Viertel der erwerbstätigen Bevölkerung.
Gemeinde Pollegio, Kanton Tessin

Die Gemeinde Pollegio liegt im Bezirk Leventina im Kanton Tessin. Das Siedlungsgebiet von Pollegio in der Ebene des Ticino ist entlang des Brenno mit der Ortschaft Biasca zusammengewachsen. In Pollegio dominierte früher der Ackerbau und die Viehzucht. Im 19. Jahrhundert wurde zusätzlich Granit abgebaut. Heute sind über drei Viertel der Erwerbstätigen der Gemeinde Pendler. Im Westen des Gemeindegebiets lag im Rahmen der neuen Eisenbahnalpentransversale NEAT der riesige Installationsplatz und das Besucherzentrum des Gotthard-Basistunnels, das 2016 eröffnet wurde.
Gemeinde Prato (Leventina), Kanton Tessin

Die Gemeinde Prato liegt im Bezirk Leventina im Kanton Tessin. Das Gemeindegebiet erstreckt sich vom Tal des Ticino im Norden und dem Monte Piottino im Nordosten über eine Mulde mit den Dörfern Prato und Rodi-Fiesso steil in die Höhe. In einem Gebirgstalkessel auf einer Höhe von 1851 m ü. M. liegt der Bergsee Lago Tremorgio, der von Rodi-Fiesso aus mit einer Seilbahn erreichbar ist. Früher dominierte in der Gemeinde die Weidewirtschaft. Heute ist Prato ein beliebtes Ziel im Tourismus, bietet einige Arbeitsplätze im Gewerbe- und Dienstleistungssektor und ist eine Wohngemeinde für Pendler.
Gemeinde Quinto, Kanton Tessin

In der oberen Leventina erstreckt sich die Gemeinde Quinto über beide Hänge des Tals, das vom Ticino durchflossen wird, bis hoch ins Gebirge. Zur Gemeinde gehört das Dorf Quinto, sowie die Ortschaften Altanca, Ambrì, Catto, Deggio, Piotta und Varenzo. Die einst landwirtschaftlich geprägte Gemeinde entwickelte sich mit dem Bau der Gotthardbahn und der Trockenlegung der Ebene bis in die 1970er Jahre, danach folgte eine stetige Abnahme der Bevölkerung bis in die 2010er Jahre. Seit 1989 befindet sich das Zentrum für alpine Biologie auf der Alp Piora, bekannt als Ausflugsziel und für ihren Käse.
Gemeinde Riviera, Kanton Tessin

Die Gemeinde Riviera im gleichnamigen Bezirk ist 2017 aus dem Zusammenschluss der früheren Gemeinden Cresciano, Iragna, Lodrino und Osogna entstanden. Die vier Dörfer dieser ehemaligen Gemeinden liegen in der Ebene des Rivieratals. Seitentäler sind entsprechend das Val di Lodrino im Westen und die Täler Valle di Cresciano, Valle d'Osogna und das Val d'Iragna im Osten. Der Granitabbau, der hier seit Ende des 19. Jahrhunderts im grossen Stil betrieben wurde, ist bis heute eine Einnahmequellen der Gemeinde. Riviera ist heute eine Wohngemeinde mit einem hohen Pendleranteil.
Gemeinde Serravalle, Kanton Tessin

Die Gemeinde Serravalle im Bezirk Blenio ist 2012 aus dem Zusammenschluss von Ludiano, Malvaglia und Semione entstanden. Sie umfasst einen Teil des unteren Bleniotals beidseits des Brenno und das nicht ganzjährig bewohnte Seitental Val Mavaglia, das vom Orino durchflossen wird, der weiter oben zum Stausee Lago di Malvaglia aufgestaut wird. Über die Hälfte der Erwerbstätigen der Gemeinde sind Pendler. Neben der Landwirtschaft bietet vor allem der Dienstleistungssektor Arbeitsplätze an. Das Castello di Serravalle, heute eine Ruine, war lange Zeit eine der wichtigsten Burgen der Region.


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